Die Band NOUS – Mitte der 80

Sandro und ich waren als Duo mit Westcoast-Songs und ein paar Shakatak-Titeln zusammengekommen. Zwangsläufig war er die erste Wahl, als die NOUS einen neuen Drummer brauchten. Schade, dass wir irgendwann verschiedene Richtungen gingen, aber ich musste mehr den Rocker, Karl die Stimmungskanone, Sigi mehr den textlichen Anspruch und Sandro halt mehr den Jazzer rauslassen. Ich bin dennoch überzeugt, die Zeit mit uns Verrückten hat ihm durchaus Spaß gemacht. Jedenfalls waren wir zu jener qualitativ deutlich besser und musikalisch anspruchsvoller geworden, was dem Fun aber keinen Abbruch tat…

Die Band NOUS – Etwas später in den 80ern…

Ja… Ich erinnere mich gut… Das war in Fraulautern im Stiefel… Sigi, Karl, ich und Rolf Ramm am Schlagzeug… Rolf hat es leider nicht bis heute geschafft, aber damals waren wir die Kings mit unserem Tanzkapelle><80er-Disco Programm zwischen Cole Porter, Modern Talking, Bap und Freddy Quinn… Die Mischung war einfach cool und generationenverbindend… In jenen Jahren war das Publikum noch echt offen für solche Crossover-Programme… 😉

Die Band NOUS – die frühen 80er

Coole Idee, den zunehmend synthylastigeren Hits der 80er im Tanzmusikbereich mit 2 Keyboardern zu begegnen… So kamen Karl und ich zusammen… Da ich gerade Giovanni im Schlepptau hatte, waren die NOUS als Quartett komplett. Das Bild wurde im Heuboden aufgenommen, wo wir einen Triumpfauftritt nach dem anderen hatten. Überhaupt – in den 80ern gehörte der Gau uns…. 🙂

Kinderarbeit ist verboten…

… aber Ende der 70er konnte man noch Ausnahmen machen. Nachdem Chris J. ausgestiegen war, bemühten wir uns im Trio „Die Kolibris“ die komischerweise von selbst hereinkommenden Auftrittsanfragen mit gleichem Eifer abzulichten. Anfangs hätte das Publikum gewiss Schmerzensgeld verdient, aber wir wurden stetig besser und bis dann schließlich jeder eigene Wege ging, waren wir dann auch reif und abgebrüht genug für den saarländischen Musikermarkt… Damals mit Giovanni C. und Arno J. …

Erste Schritte als „Band“ im lokalen Markt…

Da das Bild erst 2016 in meine Hände fiel,
findet man näheres im dortigen Beitrag:

… noch jünger…

Die Kolibris Ende der 70er waren „Kinder und Halbstarke“ zwischen 12 und 19 Jahren, die sich mit ein paar Stimmungshits, WalzerTangoMarschs und Beatles-Songs solange im Keller zum Proben trafen, bis jemand Mitleid bekam und sie für Veranstaltungen bestellte. Mit einer geliehenen Dynacord PA (Danke an das DRK-Siersburg) und meiner ersten „transportablen“ Orgel, einer Farfisa DuoCompact (Pink Floyd lassen grüßen) ging es – speziell in der Fastnachtzeit- durch die Parties im Umkreis. Damals mit Christian J. (Gitarre/Gesang), Giovanni C. (Gitarre/Gesang), Arno J. (Schlagzeug) und mir am Keyboard mit Keyboard Bass und Gesang. Unsere Hits waren in etwa Get back, Una festa sui prati,  Hang on Sloopy und der Schneewalzer… 🙂

Leider haben wir uns nach 15-20 Gigs Anfang der 80er aus den Augen verloren. Das lag nicht zuletzt an den doch unterschiedlichen musikalischen Ansichten. Arno und ich waren noch häufig auf Familienveranstaltungen gebucht, Giovanni machte sein Italo-Ding (wobei es durchaus auch Trio-Auftritte gab) und Christian kam ganz vom harten „Tanzmusiker-Strassenkampf“ weg. Er leitet mittlerweile ein Mandolinenorchester…

Zwischendurch fand sich im Jugendtreff Siersburg (Bahnhof) noch eine größere Gruppierung (unter Anderem mit Bernd B.) zum Jammen zwischen Beatles und Bob Dylan, wo wir noch einmal zusammen agierten, dann war aber Schluss mit der Siersburger Jugendzeit.

Mit Giovanni hatte ich  Anfang der 80er noch ein NDW-Projekt am Start. Später zog ich ihn mit zu den NOUS. Er entschied sich später – genau wie ich bis Mitte 95 zunächst auch – für den Musikerbusiness, während Arno in mehreren Musikvereinen hervorragende Arbeit leistete und Christian heute wie bereits erwähnt das örtliche Mandolinenochester leitet.

Jungs – das sind 2018 40 Jahre – wir sollten mal einen trinken gehen…